Förderungen, Beihilfen & Ausbildungsprämie


Schüler*innenbeihilfe und Heim- & Fahrtkostenbeihilfe


Anspruch auf Schüler*innen-Beihilfe haben alle Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die eine mittlere oder höhere Schule ab der 10. Schulstufe besuchen, sofern sie sozial bedürftig sind. Der Schulbesuch, für den Schulbeihilfe beantragt wird, muss vor Vollendung des 35. Lebensjahres begonnen haben.

Heim- & Fahrkostenbeihilfe wird österreichischen Staatsbürger*innen gewährt, die ua. eine mittlere oder höhere Schule ab der 9. Schulstufe besuchen und zum Zwecke dieses Schulbesuches außerhalb des Wohnortes der Eltern wohnen, weil dieser Wohnort vom Schulort so weit entfernt ist, dass der tägliche Hin- und Rückweg nicht zumutbar ist und die Aufnahme in eine gleichartige öffentliche Schule, bei der der Hin- und Rückweg zumutbar wäre, nicht möglich war. Darüber hinaus muss soziale Bedürftigkeit vorliegen. Der Schulbesuch, für den Heimbeihilfe beantragt wird, muss vor Vollendung des 35. Lebensjahres begonnen werden.

Zur Feststellung der sozialen Bedürftigkeit werden Einkommen, Familienstand und Familiengröße der Schülerin / des Schülers, ihrer / seiner Eltern und ihres Ehegatten / seiner Ehegattin bzw. der eingetragenen Partnerin / des eingetragenen Partners zum Zeitpunkt der Antragstellung herangezogen.

Höhe der Grundbeträge
 - Schulbeihilfe: jährlich EUR 1.356,--
 - Heimbeihilfe: jährlich EUR 1.656,--
 - Fahrtkostenbeihilfe: jährlich EUR 126,--
 - Besondere Schulbeihilfe: monatlich EUR 858,--

Nähere Informationen finden Sie hier:
Schul- & Heimbeihilfe , Online-Ratgeber zur Schülerbeihilfe


Schulgeldübernahme im Rahmen des NÖ Bildungsschecks


Das Land NÖ übernimmt ab dem Sommersemester 2022 das Schulgeld für die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) und für die Fachschule für Sozialberufe (FSB), sofern die Schüler*innen die Ausbildung zur/zum Heimhelfer*in absolvieren. 

Die Förderung erfolgt nur für persönlich tatsächlich entstandenes und zu bezahlendes Schulgeld (max. € 130,00 pro Monat). Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen. Sonstige anfallende und im Zusammenhang mit dem Schulbesuch entstehende Kosten wie beispielsweise Kopierkosten, Kosten für Unterkunft, Lehrmittelbeiträge, Versicherungen, Einschreibgebühren, Prüfungsgebühren udgl. werden nicht gefördert. Der Ersatz des Schulgeldes wird über den NÖ Bildungsscheck abgewickelt. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen dem Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe und dem Land NÖ.

Nähere Informationen & die Richtlinie zum NÖ Bildungsscheck auf der Homepage der GFF:
https://www.gff-noe.at/stipendien/#bildungsscheck


NÖ Ausbildungsprämie für SOB-Schüler*innen


Ab September 2022 werden ua. Ausbildungen zur Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz vom Land Niederösterreich im Rahmen der NÖ Ausbildungsprämie gefördert.  Schüler*innen der Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) erhalten für die integrierte Pflegeassistenzausbildung eine Ausbildungsprämie in der Höhe von monatlich 300 Euro (12x pro Jahr für die Dauer von 2 Jahren). 

Anspruchsberechtigt sind auch all jene Auszubildende, die bereits vor September 2022 mit der Ausbildung begonnen haben. Andere Förderungen (wie bspw. die Förderung des Schulgeldes im Rahmen des NÖ Bildungsschecks) bleiben davon unberücksichtigt. Die Abwicklung und Auszahlung der Ausbildungsprämie erfolgt durch die Gesellschaft für Forschungsförderung NÖ m.b.H. (GFF). Ein Wohnsitz in NÖ ist für die Ausbildungsprämie nicht zwingend erforderlich.

Nähere Informationen & die Richtlinie zur Ausbildungsprämie auf der Homepage der GFF
https://www.gff-noe.at/stipendien/#pflegeausbildungspraemie


AMS-Fachkräftestipendium für SOB-Schüler*innen


Das Fachkräftestipendium sichert den Lebensunterhalt von Menschen, die sich in den Sozialbetreuungsberufen ausbilden lassen. In den Caritas-Schulen für Sozialbetreuungsberufe profitieren Umsteiger*innen von der finanziellen Unterstützung für Ausbildungen zur/zum Fachsozialbetreuer*in und/oder Diplomsozialbetreuer*in. Das Stipendium ist so hoch wie das individuelle Arbeitslosengeld oder die Notstandshilfe. Stipendiat*innen sind in dieser Zeit auch kranken-, unfall- und pensionsversichert. Anspruch auf das Fachkräftestipendium haben Personen, wenn sie arbeitslos, wegen der geplanten Ausbildung karenziert oder selbstständig sind, aber das Gewerbe ruhend gemeldet haben. Weitere Voraussetzungen sind, dass man in den letzten 15 Jahren mindestens vier Jahre beschäftigt war und keinen Abschluss einer Fachhochschule, pädagogischen Hochschule oder Universität hat. Das Fachkräftestipendium kann frühestens drei Monate vor Beginn der Ausbildung vom AMS genehmigt werden. 

Weitere Voraussetzungen und Details zum AMS Fachkräftestipendium finden Sie hier: 
https://www.ams.at/arbeitsuchende/aus-und-weiterbildung/so-foerdern-wir-ihre-aus--und-weiterbildung-/fachkraeftestipendium

Weiterführende Informationen