Diplom-Sozialbetreuung Familienarbeit inklusive Pflegeassistenz
Grundvoraussetzungen für den Sozialbetreuungsberuf
- Hohes Maß an Selbstreflexion
- Interesse an der eigenen Persönlichkeitsentwicklung – stabile psychische Verfassung
- Positives Menschenbild und wertschätzende Grundhaltung
- Interesse am Menschen und seiner Kultur
- Akzeptanz und Toleranz von unterschiedlicher Wertehaltung
Was macht eine Diplom-Sozialbetreuerin / ein Diplom-Sozialbetreuer?
Diplom-Sozialbetreuer*innen unterstützen Familien und Wohngemeinschaften, wenn das Leben gerade schwierig ist. Ziel ist es, den Alltag gemeinsam zu stabilisieren und zu verbessern.
Sie helfen zum Beispiel bei der Organisation des Haushalts, bei gesunder Ernährung, beim Einkaufen, bei Geldfragen oder bei Behördenwegen. Kinder und Jugendliche werden bei Hausaufgaben unterstützt und durch Freizeit- und Kreativangebote gefördert. Auch Themen wie Hygiene, Unfallvermeidung und ein gutes Zusammenleben spielen eine wichtige Rolle.
Ein besonders sensibler Bereich ist die Familienhilfe Plus. Hier arbeiten Sozialbetreuer*innen mit Familien, die sehr stark belastet sind, zum Beispiel durch Gewalt, Vernachlässigung, Sucht oder psychische Erkrankungen. In diesen Fällen bieten sie zusätzlich Beratung und Begleitung an und helfen, neue Lösungen zu finden. Dabei steht immer die Hilfe zur Selbsthilfe im Mittelpunkt.
Berufliche Möglichkeiten
Diplom-Sozialbetreuer*innen arbeiten in vielen Bereichen und können in folgenden Einrichtungen Anstellungen finden:
- Familienhilfe und Familienhilfe Plus der Caritas oder ähnliche Anbieter
- sozialpädagogische Einrichtungen zur teil- oder vollzeitlichen Betreuung von Kindern, Jugendlichen oder Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
- Werkstätten zur Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen
- Mutter-Kind-Häuser
- Forensische Einrichtungen (Betreuung von Menschen im Strafvollzug)
Neu: Durch die Kombination dieser Ausbildung mit Matura finden Absolvent*innen Anstellung als Sozialpädagog*in oder Behindertenpädagog*in privaten und öffentlichen sozialpädagogischen Einrichtungen.
Ausbildungsinhalte
- Menschenbild und Wertehaltung im Bereich der Familienarbeit
- Familie als System mit den spezifischen Herausforderungen
- Konzepte und Methoden der Sozialbetreuung, Pädagogik, Psychologie, Pflege, Sozialen Arbeit
- Theorie und Handlungskonzepte im Bereich Deeskalation, Armut Sucht, Trauer, Lebenskrisen
- Säuglingspflege
- Alltagskultur und Wohnen
- Sozialpädagogische Begleitung bei Kindeswohlgefährdung und psychisch erkrankten Kindern und deren Eltern
- Casemanagement
- Transkulturelle Familienarbeit – Migration
- Einrichtungen der Sozialen Arbeit in Ö
- Diversität
Praktika (1800 Stunden)
Die Praktika bestehen aus
- Pflegepraktika für die Ausbildung zur Pflegeassistenz (800 Std.) in der Langzeit- und Akutpflege und in der psychiatrischen Pflege
- Sozialpraktika (mind. 1000 Std.) in Kindergärten, Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen, bei Ärzten, in Apotheken, in der Familienhilfe und in sozialpädagogischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in der Betreuung von psychisch erkrankten Menschen